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Sie wünschen sich, dass es in 50 Jahren noch Eisbären gibt: Mit der Falcon 9 Rakete sendeten auch die drei Oberschülerinnen aus der AG MissionX ihre Botschaften zur ISS.

Calberlah. Sie heißen „Die Welt vereint in Freundschaft“ und „Freunde der Zukunft – Freunde fürs Leben“, die beiden Teams aus je drei Schülerinnen und Schülern der Oberschule Calberlah, deren Wünsche an die Zukunft am Ostermontag mit einem Dragon-Frachtschiff zur internationalen Raumstation ISS geflogen sind. Die  Zeitkapsel, die insgesamt 8000 Botschaften von Kindern und Jugendlichen enthält, wird mit dem Astronauten Alexander Gerst viele Male die Erde umkreisen und erst im Jahr 2068 wieder geöffnet. 

Die Wünsche der Calberlaher Schüler im Projekt 4D gehen weit über ihre persönlichen Bedürfnisse hinaus, ob es der Wunsch von einem Stopp des Klimawandels ist, der sich hinter der Formulierung „dass es 2068 noch Eisbären gibt“ verbirgt, oder der Wunsch, die Politik möge dafür sorgen, „dass es endlich keinen Krieg mehr auf der Erde gibt“. Fortschritte in Medizin und Technik sind dabei, die Lösung für den Hunger in der Welt, und das Team der Jungen hat als letzten Satz formuliert: „Wir hoffen, dass wir in 50 Jahren gerade einmal die Hälfte unseres Lebens erreicht haben und wir noch ganz viel Zukunft miterleben können!“

Hinter dieser Aktion stecken sechs Achtklässler, die mit ihrem Lehrer Steffen Jauch und 24 Grundschülern in einer AG an dem fächerübergreifenden Projekt MissionX arbeiten (AZ berichtete). Dazu gehört auch ein ganzer Batzen Raumfahrt: Die Schule hat Kontakte zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig, Schirmherr des Projekts ist der Astronaut Alexander Gerst. Er wird im Juni zur ISS reisen und bei seiner Rückkehr zur Erde die Zeitkapsel mit den Wunschzetteln zurückbringen. Diese Wunschzettel sind abgespeichert auf einer M-Disc im Blu-Ray-Format, ein Duplikat davon bekommt das Haus der Geschichte in Bonn jetzt schon. Damit soll sichergestellt werden, dass die Botschaften in 50 Jahren, wenn die Kapsel geöffnet wird, auch noch entziffert werden können. tru

aus: Aller Zeitung vom 5. April 2018